20.06.2025
Tag 15 – Von Porto in die Hitze
Ein kurzer Abstecher nach Porto – nur ein Hauch Stadt, aber ein schöner. Cafépause, nicht an der Uferpromenade, sondern im alten Fischerviertel Ribeira in 2. Reihe. Dort bekam ich dann einen kleinen Sprachkurs in Portugisisch durch einen freundlichen Kellner, der mit den Unterschied zwischen "Obrigada" und "Obrigado" beibrachte und man in Portugal auf keinen Fall "Gracias" sagt, da man ja hier nicht in Spanien sei :-)
Dann die Brücke Dom Luís I. Der Douro, die Fassboote, das flirrende Licht – genug, um einen Eindruck mitzunehmen.
Porto ist die zweitgrößte Stadt Portugals und liegt malerisch am Fluss Douro, kurz vor dessen Mündung in den Atlantik. Die historische Altstadt Ribeira gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und begeistert mit engen Gassen, bunten Häuserfassaden und lebendigem Flair. Wahrzeichen der Stadt ist die doppelstöckige Eisenbrücke Ponte Dom Luís I, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet – dort befinden sich die berühmten Portweinkellereien. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade oder eine Bootsfahrt auf dem Douro bieten eindrucksvolle Ausblicke auf Stadt und Flusslandschaft. Die Uferpromenade am Douro in Porto – vor allem im Viertel Ribeira – ist das lebendige Herz der Stadt. Direkt am Wasser reihen sich farbenfrohe Häuser, Restaurants und kleine Bars aneinander, während Straßenmusiker und Händler für eine entspannte, fast mediterrane Atmosphäre sorgen. Von hier aus hat man einen besonders schönen Blick auf die ikonische Ponte Dom Luís I, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet, wo sich die bekannten Portweinkellereien befinden. Tagsüber laden Cafés zu einer Pause mit Blick auf die vorbeiziehenden Rabelo-Boote ein; abends spiegeln sich die Lichter der Stadt stimmungsvoll im Fluss.
Porto verbindet Geschichte und Gegenwart: barocke Kirchen, traditionelle Azulejo-Fliesen und moderne Cafés liegen hier nah beieinander. Kulinarisch lohnt sich neben dem Portwein die herzhafte Spezialität „Francesinha“. Wer authentisches Stadtleben, überschaubare Distanzen und eine entspannte Atmosphäre sucht, findet in Porto eine charmante Alternative zu den großen Metropolen Europas.
Dann weiter auf der viel gerühmten N222 – entlang des Douros, der sich durch Weinberge und kleine Dörfer windet. Doch die Erwartungen waren wohl zu hoch: Für jemanden, der die Pyrenäen, das Vercors, die Verdonschlucht oder die Westalpen kennt, war es – bei aller landschaftlichen Schönheit – zu langsam, zu eng geführt, zu heiß. Die Hitze ist kaum auszuhalten, 41 Grad - und noch 80 km. Diese Temperaturen sind einfach zu viel fürs Fahren mit Genuss.
Der Douro entspringt in Spanien und durchquert auf seinem Weg zum Atlantik eine der schönsten Kulturlandschaften Europas: das Douro-Tal im Norden Portugals. Steile, terrassierte Weinberge prägen hier das Bild – eine Region, die als älteste geschützte Weinbauregion der Welt gilt und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.Untrennbar mit dem Fluss verbunden ist der Portwein. Dieser aufgespritete, kräftige Wein wird im Douro-Tal erzeugt, traditionell jedoch in den Kellereien von Vila Nova de Gaia gegenüber von Porto gelagert und ausgebaut. Durch die Zugabe von Weindestillat während der Gärung behält der Port seine natürliche Süße und erreicht einen höheren Alkoholgehalt. Es gibt ihn in verschiedenen Stilrichtungen – von fruchtigem Ruby über gereiften Tawny bis hin zu komplexen Vintage-Qualitäten.
Für Besucher lohnt sich eine Bootsfahrt auf dem Douro oder eine Fahrt entlang der kurvenreichen Uferstraßen durch die Weinberge. Viele Quintas (Weingüter) bieten Führungen und Verkostungen an. Wer Landschaft, Genuss und Kultur verbinden möchte, findet am Douro eine eindrucksvolle Mischung aus Naturerlebnis und jahrhundertealter Weintradition.
Am Nachmittag:
Ankunft am Fuß der Serra da Estrela
Kein Zelt heute, sondern ein kleines, kühles Hotel mit Klimaanlage und sehr guter Küche. In Carragozela, einem winzigen Bergdorf am Fuße der Serra de Estrela habe ich eine wunderbare Bleibe im Casas do Terreiro gefunden (ich bin wieder mal der einzigste Gast). Das Moped parkt am Dorfplatz (bewacht von den dort jeden Tag unter Bäumen sitzenden Senioren, die interessiert und beeindruckt von der AfricaTwin waren).
Der Bacalhau, den ich zum Abendessen bekam – knusprig, salzig, auf den Punkt – war ein kulinarischer Lichtblick und auch das Nationalgericht Portugals.
Ich darf die Vorspeise nicht vergessen: Petiscos (Oliven, Schinken, Käse, Chips).
Morgen geht es durch den Naturpark, hinauf in die Berge – auf der Suche nach Kurven, Aussicht und ein bisschen Frische. Dann weiter, grob Richtung Lissabon.

























